
Draußen vor meinem Küchenfenster in der Ostengasse plätschert der kleine Steinbrunnen im Hinterhof heute besonders gleichmäßig. Es ist Sonntag, kurz nach drei, und der Dampf meines Fencheltees beschlägt meine Lesebrille, während ich versuche, das Menü auf meinem Laptop-Bildschirm zu entziffern. Auf dem Tisch liegt, wie immer um diese Zeit, mein Leinen-Heft mit den Notizen der letzten Monate und die schiefe Lavendelvase, die ich neulich am Bauernmarkt am Neupfarrplatz erstanden habe. Eigentlich ist dies meine stille Zeit, meine Ankerzeit, in der ich mit dem Zahlen-Code von Rosina Kaiser arbeite. Doch heute ist etwas anders. In meinem Postfach liegt eine Nachricht einer ehemaligen Kollegin, die mich fragte, ob dieses 'EasyRadionik' nicht eine schnellere Lösung für den Einstieg wäre als das mühsame Blättern im Buch.
Bevor ich meine Gedanken dazu teile, ein kurzer Hinweis: In diesem Text finden sich einige Affiliate-Links (Werbung). Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich bleibt der Preis natürlich gleich. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich wirklich selbst an meinem Küchentisch ausprobiert oder in meinem Leinen-Heft reflektiert habe. Ich bin keine Heilpraktikerin und keine Ärztin, sondern eine Lehrerin in Altersteilzeit, die nach dreiundzwanzig Jahren an der Clermont-Ferrand-Schule gelernt hat, dass man bei Erschöpfung immer erst den Rat eines Hausarztes oder eines Therapeuten suchen sollte.
Vom Klassenzimmer zum Küchentisch: Warum ich das Analoge liebe
Wenn ich an meine Zeit in der Klasse 3b zurückdenke, sehe ich noch immer die grüne Wandtafel vor mir und den abgegriffenen Lappen, mit dem ich so viele Jahre lang Rechenwege weggewischt habe. Es gab eine Sicherheit in diesen handfesten Dingen. Als ich im Januar 2024 meinen Antrag auf Altersteilzeit stellte, war mein Akku nicht nur leer, er war eigentlich schon seit zwei Schuljahren tiefentladen. Dieses Gefühl, morgens vor sechs mit Herzrasen aufzuwachen, verschwand erst langsam, als ich anfing, meine Sonntage neu zu strukturieren. Das Buch von Rosina Kaiser war mein erster Schritt zurück zu mir selbst. Es ist etwas Greifbares. Man schlägt es auf, man spürt das Papier, man schreibt die Tageszahl mit der Hand in ein Heft.
Doch die Frage meiner Kollegin hat mich neugierig gemacht. Sie erwähnte EasyRadionik, eine Software, die verspricht, die Arbeit mit den energetischen Frequenzen zu vereinfachen. Ich habe mir das Ganze in den letzten fünfzehn Wochen, von Mitte Januar bis heute, Ende April 2026, einmal genauer angesehen. Insgesamt habe ich etwa vierhundertfünfzig Minuten mit meinem analogen Ritual verbracht, aber zwischendurch immer wieder den Blick auf die digitale Welt gewagt. Der Preisunterschied ist spürbar: Die Software kostet rund hundertneunundsechzig Euro, während das Buch für etwa hundertneununddreißig Euro zu haben ist. Diese dreißig Euro Differenz sind für jemanden, der auf sein Budget achtet, durchaus eine Überlegung wert.
Die digitale Hürde: Mein Versuch mit der Software
Eines Dienstagnachmittags, nachdem ich meine zwölf Stunden an der Schule hinter mich gebracht hatte, setzte ich mich an den Rechner. Ich wollte verstehen, was es mit dem sogenannten 'Cluster-Menü' auf sich hat. Die Radionik nutzt ja Zahlenfrequenzen, um bioenergetische Felder auszugleichen – so weit, so theoretisch. In der Software EasyRadionik soll das alles per Mausklick funktionieren. Doch als ich versuchte, eine digitale Zahlenfolge zu speichern, passierte etwas, das mich sofort an die stressigen Morgenstunden in der Clermont-Ferrand-Schule erinnerte. Ich verbrachte fast vierzig Minuten damit, eine Sequenz zu sichern, nur um dann festzustellen, dass ich den Aktivierungsknopf gar nicht gedrückt hatte. Ein kurzes, bekanntes Engegefühl in der Brust stellte sich ein – der alte Schulmorgen-Geist war wieder da, ausgelöst durch eine Fehlermeldung am Bildschirm.
Ich blickte auf die schiefe Lavendelvase und dachte: 'Braucht meine Seele wirklich eine Datenbank oder einfach nur das Gewicht eines Stiftes in meiner Hand?' Für mich ist das Schreiben ein Teil des Heilungsprozesses nach dem Burnout. Wenn ich meine Lebenszahl berechne, wie ich es in meinem Sonntagsjournal oft beschreibe, dann ist das ein meditativer Vorgang. Die Software hingegen ist effizient. Sie ist logisch. Sie ist für Menschen gemacht, die vielleicht nicht die Geduld haben, mit dem Fencheltee dazusitzen und zu blättern.
Ein Vergleich der Welten
In den fünfzehn Wochen meiner Beobachtung habe ich gemerkt, dass es kein 'Besser' oder 'Schlechter' gibt, sondern nur ein 'Passend' oder 'Unpassend'. Wer den technischen Zugang sucht, für den ist vielleicht sogar der MeineRadionik Premium Videokurs interessant, der noch tiefer geht, aber mit fast zweihundert Euro auch deutlich teurer ist als mein geliebtes Buch. Für Einsteigerinnen, die mit dem Computer auf Kriegsfuß stehen, bleibt das Buch der sicherste Hafen. Es gibt Wochen, in denen ich gar keine Muster erkenne, in denen die Tageszahl mir nichts sagt und das Buch einfach nur geschlossen neben der Tageszeitung liegt. In der Software fühlt sich so ein Leerlauf irgendwie technischer, fast wie ein Systemfehler an, während es im Buch einfach nur eine Pause ist.
Ich erinnere mich an ein Kind namens Jonas in meiner letzten vierten Klasse. Er hatte immer Schwierigkeiten, die Buchstaben auf dem Tablet zu formen, aber mit einem dicken Bleistift auf weichem Papier wurde seine Handschrift plötzlich ruhig und klar. So ähnlich geht es mir mit dem Zahlen-Code. Das Manuelle erfordert mehr Zeit, ja, aber es schafft eine tiefere Bindung. Die digitale Ergänzung durch EasyRadionik ist wie ein Taschenrechner: Er liefert das Ergebnis schneller, aber man vergisst oft den Rechenweg dazwischen.
Was EasyRadionik leisten kann – und was nicht
Die Software bietet einen strukturierten Einstieg für alle, die Ordnung in ihre Zahlenfolgen bringen wollen. Es ist eine Art digitales Archiv. Für jemanden, der vielleicht noch voll im Berufsleben steht und keine Zeit für ausgedehnte Sonntagsrituale hat, mag das ein Segen sein. Ich habe auch von Leserinnen gehört, die MeineRadionik nutzen, die größere Schwester von EasyRadionik, um komplexere Cluster zu erstellen. Das ist jedoch eine Welt, die weit weg ist von meinem Ringbuch mit den Kinderzeichnungen von 2019, das noch immer in meinem Regal steht.
Hier ist eine kleine Übersicht, wie ich die Unterschiede empfunden habe:
- Zeitaufwand: Das Buch braucht Ruhe (ca. 30 Min pro Sitzung), die Software verspricht Schnelligkeit.
- Gefühl: Papier ist warm und verzeihend; der Bildschirm ist hell und manchmal fordernd.
- Kosten: Das Buch ist die günstigste Variante für den Start.
- Lerneffekt: Durch das manuelle Aufschreiben behalte ich die Zahlen besser im Gedächtnis.
In meinem Beitrag über Sonntagsrituale gegen das Gedankenkarussell habe ich schon einmal darüber geschrieben, wie wichtig die Haptik für mich ist. Ein Klick mit der Maus löst bei mir nicht dasselbe Wohlbefinden aus wie das Streichen über den Leineneinband meines Heftes.
Mein Fazit nach fünfzehn Sonntagen
Letzten Sonntag saß ich wieder hier, der Blick wanderte über die Rückseite vom Bäcker Prantl hinüber zum Dom-Schatten, der langsam länger wurde. Ich hatte den Laptop zugeklappt. Für mich bleibt die Arbeit mit dem Zahlen-Code Buch die erste Wahl. Es ist mein Anker in der Altersteilzeit. Wer jedoch eine digitale Unterstützung sucht, die weniger Platz wegnimmt als ein Stapel Hefte, der findet in EasyRadionik einen soliden Einstieg.
Es ist wie damals bei den Elternabenden: Manche Eltern wollten die Informationen per E-Mail, andere brauchten das persönliche Gespräch und einen Zettel in der Hand. Beides hat seine Berechtigung. Wichtig ist nur, dass man den Weg wählt, der das Herz nicht schneller schlagen lässt – zumindest nicht aus Stress. Wenn du dich für die digitale Welt entscheidest, schau dir die Programme ruhig an, aber vergiss nicht, zwischendurch mal aus dem Fenster auf die Donau zu schauen oder einen Spaziergang zur Steinernen Brücke zu machen. Die Zahlen sind nur Wegweiser, gehen müssen wir selbst.
Vielleicht bleibe ich einfach die Lehrerin mit der schiefen Vase und dem alten Ringbuch. Es passt zu mir, hier in der Ostengasse, wo die Zeit manchmal ein bisschen langsamer zu gehen scheint. Und das ist genau das, was ich nach all den Jahren an der Clermont-Ferrand-Schule gebraucht habe.