
Der Dampf meines Fencheltees kräuselt sich heute besonders träge vor dem Küchenfenster in der Ostengasse. Draußen, im Hinterhof, plätschert der kleine Steinbrunnen vor sich hin, während ich auf die Rückseite vom Bäcker Prantl schaue. Es ist dieser Moment am Sonntagnachmittag, kurz nach drei, in dem die Welt in der Regensburger Altstadt ein wenig den Atem anhält. Auf meinem Küchentisch liegt mein Leinen-Heft, daneben das abgegriffene Ringbuch mit den Kinderzeichnungen der Klasse 3b aus dem Jahr 2019 – ein kleiner Anker an meine dreiundzwanzig Jahre an der Clermont-Ferrand-Schule.
Bevor ich dir erzähle, wie ich zwischen analogen Zahlen und digitaler Radionik abwäge, ein kleiner Hinweis: In meinen Notizen findest du einige Links, die als Werbung gelten (Affiliate-Links). Wenn du über so einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis natürlich nicht. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich selbst an meinem Küchentisch ausprobiert habe. Da ich keine Ärztin oder Heilpraktikerin bin, sondern eine Lehrerin in Altersteilzeit, ersetzen meine Zeilen keinen medizinischen Rat. Bei gesundheitlichen Problemen oder Burnout-Symptomen sprich bitte unbedingt mit deinem Hausarzt oder einer Beratungsstelle.
Ein regnerischer Sonntag im November und eine Leserfrage
Alles begann an einem verregneten Sonntag im letzten November. Ich saß hier, genau wie heute, und dachte an die Zeit vor Januar 2024 zurück. Damals, als der Kloß im Hals vor jedem Elternabend saß und das Herzrasen morgens um sechs mein ständiger Begleiter war. Seit ich meine Unterrichtsstunden auf zwölf pro Woche reduziert habe, ist vieles ruhiger geworden. Aber die Struktur fehlt mir manchmal. Das Rosina Kaiser Buch für rund einhundertvierzig Dollar war mein erster Schritt zurück zu mir selbst.
Dann erreichte mich eine Nachricht einer ehemaligen Kollegin, die mich fragte: "Kerstin, warum setzt du dich eigentlich jede Woche hin und rechnest alles mühsam im Heft aus? Wäre eine Software wie MeineRadionik nicht viel effizienter für deine Sonntage?" Diese Frage hat mich eine Weile beschäftigt. In der Schule habe ich auch irgendwann von der grünen Wandtafel auf das Smartboard umgestellt – war das hier der gleiche Schritt?
Das haptische Glück: Das Zahlen-Code Buch
Seit Juni 2024 nutze ich den Zahlen-Code als meinen Sonntagsbegleiter. Es kostet etwa 139 $ und ist für mich wie eine gute alte Korrekturmappe: Man hat etwas in der Hand. Wenn ich meine Tageszahl bestimme, fühlt sich das an wie das vorsichtige Formulieren eines Zeugnistextes für ein Kind, das man besonders gern hat. Man nimmt sich Zeit für die Worte.
Der Vorteil ist die Schlichtheit. Rosina Kaisers Stimme in dem Buch ist ruhig und kommt ganz ohne dieses großspurige Heilsversprechen aus, das mich in spirituellen Kreisen oft abschreckt. Es passt perfekt neben meine schiefe Lavendelvase vom Bauernmarkt am Neupfarrplatz. Ein Nachteil ist sicher, dass man am Anfang oft blättert und die Interpretationen manchmal etwas Zeit brauchen, bis sie im Alltag der Altersteilzeit ankommen. Manchmal zeigt eine Zahl auch einfach gar nichts – so wie in der ersten Januarwoche, als ich vor lauter Schnee auf dem Balkon gar nicht erst angefangen habe zu rechnen.
Der digitale Weg: MeineRadionik und Co.
Ich habe mir die digitalen Alternativen genauer angeschaut, auch wenn ich selbst lieber beim Stift bleibe. Es gibt da zum Beispiel MeineRadionik für etwa 179 $. Das ist im Grunde eine Software, die sogenannte Cluster analysiert. Für Menschen, die Technik lieben, ist das sicher ein Segen. Es nimmt einem das Rechnen ab und bietet einen tieferen Einblick in Informationsfelder.
Eine andere Option, die mir genannt wurde, ist EasyRadionik für rund 169 $. Es verspricht, wie der Name schon sagt, Einfachheit. Aber als ich mir die Beschreibung durchlas, merkte ich schnell: Das ist eine ganz andere Welt als mein Leinen-Heft. Es ist effizienter, ja, aber ist Effizienz das, was ich nach einem Burnout suche? Ich erinnere mich an eine Stunde im Mai 2018, als ich versuchte, den Kindern die schriftliche Division mit einer neuen App beizubringen – am Ende haben wir doch wieder die Kreide in die Hand genommen, weil das Gefühl für die Zahl sonst verloren ging.
Struktur durch Video: Der Premium Videokurs
Für diejenigen, die weder ein Buch wälzen noch sich allein in eine Software einarbeiten wollen, gibt es den MeineRadionik Premium Videokurs für etwa 197 $. Das ist ein strukturierter Zugang, der seit 2022 existiert. Wenn man sich unsicher ist, wie man die Radionik überhaupt in sein Leben integriert, bietet so ein Kurs natürlich mehr Halt als ein stilles Buch am Küchentisch.
Doch hier liegt für mich die Krux: Der Preis ist mit fast zweihundert Dollar deutlich höher als bei meinem geliebten Buch. Und während ein Video eine tolle Anleitung bietet, fehlt mir dabei das langsame Tempo, das ich gerade so schätze. Wenn ich am Dienstag und Donnerstag Vormittag meine zwei ruhigeren Fächer unterrichte, merke ich immer wieder: Das Tempo bestimmt die Heilung. Wer schnell Ergebnisse will, greift zur Software; wer das Ritual sucht, bleibt beim Buch.
Mein persönlicher Vergleich für die Sonntagsruhe
Letzten Dienstag, nach der Schule, bin ich noch kurz über die Steinerne Brücke spaziert und habe den Blick auf den Dom genossen. Ich habe darüber nachgedacht, warum ich mich gegen die Radionik-Software entschieden habe, obwohl sie technisch viel präziser ist. Es ist die manuelle Anwendung. Ja, es erfordert mehr Zeit bei der initialen Einarbeitung, wenn man Rosina Kaisers System verstehen will. Man muss blättern, radieren, neu ansetzen. Aber genau dieses "Sich-Zeit-Nehmen" ist mein Schutzschild gegen das alte Gedankenkarussell.
Radionik-Geräte oder Software verursachen höhere Anschaffungskosten, bieten dafür aber eine schnellere tägliche Routine. Wenn du also wenig Zeit hast und die Zahlen eher als schnelles Werkzeug für zwischendurch siehst, ist MeineRadionik vermutlich die bessere Wahl für dich.
In meinem Leben – hier in der Zweizimmer-Altbauwohnung mit Blick auf den Steinbrunnen – ist der Zahlen-Code eher ein stiller Begleiter geworden. Ich brauche keine Cluster-Analyse, um zu merken, dass mir der Schatten des Doms am Nachmittag gut tut. Aber ich schätze es, wenn mein Leinen-Heft mir spiegelt, warum ich mich an einem Mittwoch im Oktober vielleicht besonders schwer mit dem Aufstehen getan habe.
Was bleibt am Ende des Sonntags?
Rund um Ostern hatte ich eine Phase, in der ich das Buch gar nicht aufgeschlagen habe. Die Tageszahlen blieben stumm, und das war auch völlig in Ordnung. Das ist vielleicht die wichtigste Lektion aus dreiundzwanzig Jahren Schuldienst: Nicht jeder Tag braucht eine Note. Weder das Buch für 139 $ noch die Software für 179 $ können uns die Entscheidung abnehmen, einfach mal nur dazusitzen und den Tee kalt werden zu lassen.
Wenn du den analogen Weg gehen willst, kann ich dir den Zahlen-Code als Sonntagsbegleiter ans Herz legen. Es ist eine Investition in deine Zeit, nicht nur in ein Produkt. Wenn du es technischer magst, schau dir die Radionik-Optionen an. Hauptsache, du findest einen Rhythmus, der dich nicht wieder in das Herzrasen von früher treibt. Jetzt werde ich erst einmal die schiefe Lavendelvase ein Stück verrücken und die letzte Seite in meinem Heft für heute ausfüllen. Ganz langsam, Wort für Wort.